Lieber Herr Koch,
wer auf Staatskosten lebt, der soll auch eine Gegenleistung erbringen. Meinten Sie das so? Gut dann gehen wir die Sache an: Sie sind Ministerpräsident und bekleiden diverse Ämter, für die Sie von Ihrer Partei entschädigt werden. In demokratischen Staaten, so auch unserem, werden diese Kosten durch den Steuerzahler übernommen. Sind Sie bitte so nett und fangen an zu arbeiten? Danke. Zunächst würde mir aus Steuerzahlersicht das Prinzip des “erst denken, dann handeln” bei Ihnen ausreichen. Vielleicht auch “erst denken, dann reden”. Wir wollen die sprichwörtliche Latte mal nicht so hoch hängen. Übrigens, wer nach zehn, zwanzig Jahren Berufstätigkeit Hartz IV bezieht, hat dafür in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt. Also, sich auch einen Anspruch erarbeitet. Das nur mal so am Rande. Dass Sie kräftig daran mitwirken, dass es solche durchgängigen Erwerbsbiografien nicht mehr gibt, weiß ich, aber das ist keine Arbeit. Nur für den Fall, dass Sie das gedacht haben. Wir könnten uns auf folgenden Deal einigen: Sie bieten auch genauso viel Arbeit an, wie es Menschen gibt, die Hartz IV beziehen. Das natürlich ohne der Wirtschaft zu schaden und wettbewerbsverzerrend zu wirken. Alternativ dürften Sie auch folgendes Zeichen setzen: Ohne eine weitere Erhöhung der Bezüge verzichten sämtliche Politiker sowie Amts- und Mandatsträger auf ihre überzogenen, erworbenen Rentenansprüche und sorgen privat für sich vor. Sollte dann der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass einer unter ihnen mal Hartz IV in Anspruch nehmen muss, dann wird das dafür angesparte Kapital samt und sonders aufgebraucht. Basta!