Nun ist gewählt. Ich bin ganz froh, dass es vorbei ist. Damit habe ich wieder eine reelle Chance auf einen Sonntags-Tatort, der nicht im Schweriner Rathaus spielt. Das ist ja auch maximal ein Polizeiruf und nicht immer ein wirklich guter Ersatz. Bei Blogblock finden sich dazu erste Reaktionen und in der Online-SVZ macht sich ebenfalls der ein oder andere Luft. Manch einer wirkte gestern Abend, als hätte man ihm sein Spielzeug geklaut. Schon komisch, dass offensichtlich kaum einer wirklich die Möglichkeit in Betracht gezogen hatte, dass Angelika Gramkow gewinnt. Dabei funktioniert doch Demokratie genau so, oder habe ich da etwas verpasst? Ein enttäuschter Kommentar ist mir im Gedächtnis haften geblieben: “Wofür sind wir denn 89 auf die Straße gegangen?”. Tja, ähm … DAFÜR! Für demokratische Entscheidungen, die auch angesichts der geringen Wahlbeteiligung dennoch demokratisch sind. Für freie Wahlen. Für KandidatInnen, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Für Amtsinhaber, die sich an ihren Versprechen und ihrer Arbeit messen lassen müssen und dafür auch einmal ein Amt verlieren können.