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Besser essen – Das Mojo in Schwerin

Montag, 27. April 2009

Wer gut essen möchte, hat es in Schwerin nicht immer leicht. Abseits von TK oder FastFood ein gutes Mittag zu finden ist nicht ganz einfach. Ich gehe dafür gerne ins Mojo. Denn da gibt es Essen, das es sonst nirgendwo gibt. Das Essen ist nämlich bio – sowie auch die Zertifizierung des kleinen aber feinen Restaurants. Mein echter Favorite sind dort die Mojo-Burger. Da ich kein Soja vertrage, bleibt mir der Sojamilchkakao im Mojo ein Geheimnis, wird aber häufigst gelobt! Kuhmilch ist hier übrigens die Ausnahme, denn die Inhaber sind vegan lebende Menschen. Tina macht prima Zwiebelkuchen, Apfelkuchen und hat die beste Cola der Stadt! Obwohl der Kollege azfilm und ich uns nicht einigen können, welches der drei verschiedenen Cola-Kaltgetränke im Mojo das Beste ist. Tina, das ist die Inhaberin, steht meist arbeitend hinter dem Tresen, doch manchmal findet sie Zeit für das hochwertige Angebot an Zeitschriften, die es dort zu lesen gibt. Dazu gehört unter anderem die taz. Wer nicht nur bio essen möchte, sondern auch bei seiner Kleidung Wert darauf legt, dass keine Kinderhände dran gearbeitet haben oder Menschen in der Türkei an Silikose erkranken und sterben, weil sie unter miesesten Bedingungen Jeanshosen mit Sandstrahlen behandeln, der kann besten Gewissens unten im Jeansdealer einkaufen gehen. Denn Bewusstsein für die Umwelt und die Menschen fängt bei der Laden-Restaurant-Kombi in der Schmiedestraße nicht erst beim Essen an. Und es hört dort auch nicht auf!

Und wenn ich schon beim Verlinken bin: Ein Freund von mir fragt sich, ob dies ein echter Monchichi ist. Mit dem Bloggen, das übt er noch.

National – egal?

Samstag, 21. Februar 2009

Glauben Sie, dass ein “kleiner” Tabakshop in seiner Existenz bedroht ist, wenn er keine “nationalen” Zeitungen anbietet? Ich nicht! Ich verkrafte wirklich viel: Bio-Eier, die aus den Niederlanden kommen, keine wirklich frische Milch mehr in den Regalen, merkwürdige Produktnamen…
nazizeitungWenn aber ein Tabakladen mit Zeitungs- und Lottoverkauf die “National Zeitung” verkauft, selbstverständlich am Außenaufsteller der Tageszeitungen platziert – dann platzt mir die Hutschnur!
Auf meine Nachfrage hin, erhalte ich die Antwort, dass mich dies gar nichts anginge. Schließlich gäbe es ja Käufer dafür. Ja, sicher gibt es die. Es gibt auch Käufer für Atombomben, Kinder und Heroin. Die hängen deswegen aber auch nicht da draußen am Ständer. Nun hat der Tabakladen im Hanse-Center am Güstrower Tor, da wo Sky, Aldi und Rossmann sowie ein Bäcker und ein Stand mit türkischen Spezialitäten sind, schon mal zwei Kunden weniger. Wahrscheinlich kauft sich der echte Nazi erst die Zeitung, um dann einen ordentlichen deutschen Döner nebenan zu verdrücken. Wie finden das eigentlich SVZ, Bild & Co. wenn sie mit denen an einem Ständer hängen?