Archiv für die Kategorie ‘Kinderwelt’

In Schwerin ticken die Uhren anders

Dienstag, 06. Juli 2010

So manches Mal denke ich in Schwerin daran, dass hier einiges anders ist als anderswo. Zum Beispiel ist es im Sommer viel schöner als in Berlin oder Krefeld, oder so. Und dafür muss man nicht mal weit fahren. Super, oder?
Aber in Schwerin gelten auch andere Gesetze. Da hat man beispielsweise das gemeinsame Sorgerecht, aber das kümmert weiter niemanden. Kein Problem also für Mütter mit ihren Kindern Stadt und Land zu verlassen. Ausweis bitte! Klar doch. So einfach geht das in Schwerin. Da bezahlt man in der vierten Etage eine Gebühr für eine knapp einstündige Belehrung über das Sorgerecht, um dann im Erdgeschoss zu erfahren, dass man das mal nicht so ernst nehmen müsse. Und welcher Dezernent ist dafür zuständig…? Ach, der -hans! Na, und ich dachte der wäre Jurist… tststs…

Tschuldigung, meine Brust hängt raus…

Mittwoch, 21. April 2010

Ach wenn so ein Blog dafür da ist, seine eigene Erlebenswelt zu beschreiben, dann bitte. Dann auch in solchen Situationen. Wer nicht will, der muss ja nicht lesen. So! Kann ja auch nicht immer hochpolitisch zugehen. Oder soll ich mich dazu äußern, dass Ossis kein eigener Volksstamm sind, eine Aschewolke den Flugverkehr lahmlegt und Guido deshalb jetzt nicht seine ganzen Kumpels mit auf Weltreise nehmen kann? Was übrigens alle anderen auch tun, machen Sie sich doch mal den Spaß und schauen sich die letzten Wirtschaftsdelegationen der Minister in M-V an! Und ich meine nicht nur diese Legislaturperiode. Das macht die Sache nicht besser, aber die Aufregung schrumpft auf ein Normalmaß zusammen. Also dann doch lieber zu den essentiellen Dingen des Lebens:

Stilldemenz. Wissen Sie, werte Leser dieses Blogs, was das für eine fantastische Einrichtung ist? Nehmen wir einmal an, Sie stillen Ihr Kind. Dann merken Sie förmlich, wie sich Ihr Gehirn eine Etage ansiedelt. Die männlichen Leser machen dieser Erfahrung ja gerne in anderen Zusammenhängen.

Als frisch stillende Mutter ist man ständig dabei in irgendeiner Form seine Brust “herauszuholen”. Das kann zu absurden Situationen führen: Sagen wir, der Postman klingelt… Der sieht Sie plötzlich mit ganz anderen Augen! Denn die Stilldemenz kann durchaus dazu führen, dass Sie zwar wissen, wann es soweit ist die Brust “herauszuholen” nicht aber, dass Sie diese bei Gelegenheit auch wieder bedecken sollten. Wenn Ihnen also einmal eine stillende Mutter begegnet… Seien Sie gnädig! Und nein, sie hat’s nicht nötig – nur vergessen.

Warum ist dann aber Stilldemenz fantastisch? Nun, im besten Falle ist ihr dieses peinliche Ereignis aufgrund selbiger schon am nächsten Tag entfallen. Also unbedingt nicht mehr drauf ansprechen und auf die gnädige Wirkung der körpereigenen Hormone setzen. Und an meine Leidensgenossinnen: Was wollte ich gleich noch sagen ….