Archiv für die Kategorie ‘Erkenntnisse des Jahres’

Liebe FDP,

Mittwoch, 07. September 2011

ich gebe zu, in der Vergangenheit habe ich mich ein um das andere Mal über Euch lustig gemacht, sogar Kritik geübt. Ich entschuldige mich aufrichtig. Ich werde Euch vermissen. Wie schön war es doch mit der FDP im Schweriner Landtag.
Allenthalben ist die Suche über das schlechte Abschneiden der FDP im Landtagswahlkampf Mecklenburg-Vorpommerns groß. Ja, die sind ja auch ein wenig dumm hier die Menschen. Lassen die Elite draußen im reichlich vorhandenen Regen stehen… Das weiß sogar die Kanzlerin zu berichten. Puh, da kann man schon mal depressiv werden. Oder der eigene Landtagskandidat im eigenen Wahlkreis abhanden kommen.

Nun mal aber Butter bei die Fische… Dass die FDP nun nicht mehr im Landtag vertreten ist, ist schlicht die Wiederherstellung eines Normalzustandes. Denn anders als vielfach berichtet, ist es nicht der Bundestrend, der die FDP jetzt raus gekegelt hat sondern es war ein (mir bis heute unverständlicher) Bundestrend, der zum Durchkreuzen während der Landtagswahl 2006 führte. Niemand kann ernsthaft an eine Verwurzelung der FDP im Land geglaubt haben. Ich lache heute noch über das Wahlplakat “Privat vor Staat” und die dazugehörige Aussage, dass die Hoteliers im Land ihren Leuten keinen Tarif zahlen können, weil die dann ja keine ergänzenden Leistungen nach SGBII mehr in Anspruch nehmen dürften… Blöd aber auch. Unvergessen auch die Pressemitteilungen der FDP-Fraktion. Ein täglich Quell der Freude. Nicht zu vergessen, dass man in diesem Landesverband als Vorsitzender sogar von seinem Rücktritt zurücktreten kann… Ach, ihr werdet mir fehlen… dann doch irgendwie… nun werdet Ihr gar nicht mehr den Rest der Antwort auf Eure Kleine Anfrage (Drucksache 5/3925) erfahren… Irgendwann in der Zukunft, wenn die Landesregierung weiß, wann sie wem wie viel Geld gegeben hat…

Nach Maßgabe dessen, was wir wissen…

Sonntag, 13. März 2011

…sind unsere Atomkraftwerke sicher. (Angela Merkel, ARD Brennpunkt, 13. März 2011)

Das haben sie sich in Japan vor einer Woche bestimmt auch gedacht.

Weihnachten fällt aus

Freitag, 24. Dezember 2010

An Weihnachten glaubt doch maximal noch der Weihnachtsmann, oder?
Weihnachten ist ja das Fest der Familie. Aus eben diesem Grunde gehört es gleich neben den Klimawandel und Terrorismus auf die Liste der Dinge, die den Fortbestand der Menschheit bedrohen. Hier sollten mindestens die Amis eingreifen. Vielleicht kann aber auch die Bundeswehr unsere Sicherheit an der Familienfront verteidigen. Da herrschen doch oft genug auch kriegsähnliche Zustände.

Und noch eine Frage – Gewagt gefragt!

Montag, 13. Dezember 2010

… müssen Journalisten eigentlich unabhängig sein? Ein Blick in die SVZ der vergangenen Tage zeigt mir: Nein! Aber vielleicht sind Kulturredakteure ja gar keine “richtigen” Journalisten…?

“Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.”
Ziffer 1 des Pressekodex

“Die Annahme von Vorteilen jeder Art, die geeignet sein könnten, die Entscheidungsfreiheit von Verlag und Redaktion zu beeinträchtigen, ist mit dem Ansehen, der Unabhängigkeit und der Aufgabe der Presse unvereinbar. Wer sich für die Verbreitung oder Unterdrückung von Nachrichten bestechen lässt, handelt unehrenhaft und berufswidrig.”
Ziffer 15 der Pressekodex

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Alle Anderen

Montag, 13. Dezember 2010

Who the fuck are “alle anderen”? Nein, es geht nicht um den gleichnamigen Film von Maren Ade. “Alle anderen” scheinen immer genau dann aufzutauchen, wenn Einzelpersonen Verstärkung benötigen (oder dies meinen) und gerade niemand weiter zur Hand ist. Ein Beispiel gefällig?

“Du hast dich verändert. … Das meinen alle anderen ja auch!”

Ziemlich cool. Auf diese Weise kann man, wie in der Geschichte mit dem Brei, der immer weiter aus dem Töpfchen quillt, die Schar seiner Unterstützer auf ein unbestimmtes Maß vergrößern. Doch wer sind “alle anderen”? Wo kommen sie her und wo gehen sie hin? Dies scheint auf ewig ein Geheimnis zu bleiben. Denn, wenn man mal “alle anderen” fragt (die so in Frage kommen), wissen die meist von nix. Oder wollen es nicht wissen? Sollte “alle anderen” also die große schweigende Masse sein? Nicht im Stande oder zu feige sich selbst zu erklären? Sind “alle anderen” jene, die dir offen ins Gesicht lachen, wehe aber, wenn du dich umdrehst? Kennt jemand in der geneigten Leserschaft vielleicht “alle anderen” und stellt sie mir beizeiten einmal vor?

Hach, ich bin aber auch immer so neugierig.

Klar doch!

Donnerstag, 25. November 2010

Demnächst findet eine familiäre Zusammenkunft statt. Eine Woche lang bereite ich mich nun in bewährter Manier auf die kommenden Fragen vor. Nicht, dass ich aus Versehen noch eine nicht konforme Antwort gebe:

1. Nein, alles Trainingssache.
2. Ja, haben wir. Meisten aber unpraktisch.
3. Ja, von 8 bis 8.
4. Ja, super, oder.
5. Nein, nein – gut.
6. Bald!

Vom Stillen und Schlagen

Samstag, 20. November 2010

Ab und an, surfe ich auch durch verschiedene Foren. Jüngst stieß ich auf diese Frage: “Meine kleine Heidi (Ja, das stand da.) ist zehn Wochen alt und schläft nur beim Stillen oder Tragen ein. Was mache ich falsch? Soll ich siel vielleicht mal schreien lassen oder ist sie dafür noch zu klein?”
Nun ich finde, eine Antwort darauf kann nur sehr differenziert ausfallen: Schreien lassen ist möglich ab 12 Wochen oder einer Körpergröße von 62 cm. Zurück schreien ist ab dem 6. Monat erlaubt, da sie dann ja auch Brei bekommen und durchschlafen müssen. Leicht schlagen sollte man Kinder ab vollendetem ersten Lebensjahr oder einer Körpergröße von 82 cm. Da darf man sie nämlich auf gar keinen Fall mehr stillen und so wird das helfen. Grundsätzlich gilt, wenn sie sprechen können und nach dem Warum fragen, gleich noch eins drauf geben. So, ich hoffe jetzt ist alles klar.

Und sonst so? www.das-kind-muss-ins-bett.de oder www.ferbern.de

Welche Ausrede hast Du?

Samstag, 25. September 2010

Rund 250 Nazis haben heute in der Schweriner Weststadt demonstriert. Und Wo warst Du?

Stell Dir vor dir vor, die Nazis demonstrieren und keiner geht hin

Stell Dir vor dir vor, die Nazis demonstrieren und keiner geht hin

Da laufen sie wieder mit wehenden Fahnen
und im schwerem Tritt schwingt die Historie mit
Und DU – entspannt vor dem TV – lässt ewig grunzen die innere Sau
Schaust Werbung und träumst des Nachts vom Konsum
Verwundert drehst eines Tages DICH um
Warum nur hat niemand etwas getan
Das seufzt DU und passt DICH wie immer an

24092010232

Volksvertreter…räter…ä-hem…

Dienstag, 07. September 2010

Okay, okay, ich leide derzeit stellenweise unter Stilldemenz, aber war es nicht immer schon so, dass jeder Mensch in Deutschland in die Politik gehen darf? Heute erreichte mich diese Pressemitteilung:

ratjen

Und weil ich schon alt bin, und Sie vielleicht auch hochverehrte Leserschaft, hier noch einmal ohne Brille:


Sebastian Ratjen
Zahnarzt
Mitglied des Landtages Mecklenburg-Vorpommern

Bahnhofstraße 44/45 Tel: 03834/502306
17489 Greifswald Fax: 03834/519401

Pressemitteilung

Harz IV Empfänger in die Pflege?

Zu dem jüngsten Vorschlag der Bundeskanzlerin, Harz IV Empfänger in der Pflege einzusetzen, erklärt der Greifswalder Landtagsabgeordnete Sebastian Ratjen: “Wie wäre es, wenn wir bei aufkommenden Mangel von Politikern, Harz IV Empfänger in Zukunft als Politiker einsetzten. Der Pflegeberuf ist ein Ausbildungsberuf, bei Politikern ist mir sowas bisher nicht bekannt, wobei jeder Harz IV Empfänger immerhin die Erfahrung des alltäglichen Wahnsinns der deutschen Arbeitsamtbürokratie mitbrächte. Vielleicht ein ganz neuer und praktischer Ansatz in der Politik.”

Das hat der Herr Ratjen doch gut erkannt, nicht wahr? Hartz IV-Empfänger als Politiker einzusetzen, das ginge wohl. Und nein, Politiker zu sein, ist kein Ausbildungsberuf – wie man am lebenden Beispiel hier deutlich erkennen kann. Übrigens trifft dies in umgekehrter Weise auch für Hartz IV-Empfänger zu… Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Hier bin ich Mensch (frei nach Goethe)

Dienstag, 31. August 2010

… da schlag ich rein!

Da bin ich Mensch

Wahrscheinlich steht über dem Eingang der Galerie dann demnächst: “Wenn ich zum Augenblicke sage: Verweile doch, du bist so schön…”

(gefunden am Bauzaun der künftigen Marienplatz-Galerie in Schwerin)
Und hier nun noch der Osterspaziergang in Gänze, für all’ jene, die ihn schon immer mal wieder lesen wollten, es aber irgendwie immer nicht geschafft haben…
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