Archiv für Mai 2010

Fragen über Fragen

Montag, 31. Mai 2010

Und hier kommen die Antworten:

Als junge, stillende und Tragetuch verwendende Mutter bekommt man häufig viele und gleiche Fragen gestellt. In der Beantwortung komme ich mir manchmal wie eine Platte mit einem Sprung vor. Deshalb hier nun die Antworten. Und möglicherweise liest sie ja der/die ein oder andere bevor er/sie fragt? Wer mag, darf auch gerne Fragen raten spielen.

Vor ein paar Wochen.
Ja.
Ja.
Nein.
Nein.
Nein.
Ja, seit kurzem.
Ja.
Ja.
Nein.

Was ist sonst noch passiert? Ach so. Mit Köhler ist quasi der Ballack der Regierungskoalition freiwillig vom sinkenden Schiff gesprungen, was uns direkt zu den Israelis führt, die den Gaza-Streifen so dicht halten, dass da auch wirklich keine internationale Hilfe durch kann. Brenzlig ist es auch im Trainingslager der deutschen National-11 sowie zwischen Nord- und Südkorea. Ganz zu schweigen von den übrigen Krisenherden dieser Welt. Und damit könnte man neben dem Irak und Afghanistan bspw. auch an den Sudan denken oder Darfur. Liegt zwar in der gleichen Region, es handelt sich allerdings um verschiedene Krisen. Naja, auch nicht wirklich. Was ist eigentlich mit Haiti? Aber wir sind Lena. Und in so eine Welt setzt man nun Kinder.

Wie kleine Jungs zu Opfern werden

Samstag, 22. Mai 2010

Neulich in der Straßenbahn:

Zwei kleine Jungs. Sagt der eine zum anderen: “Guck mal Alter, ey, da ist Florian. Alter, der ist voll das Opfer. Hab isch ihm auch schon gesagt, ‘Du bist voll das Opfer, ey!’.”. Der andere Junge denkt kurz nach und sagt daraufhin: “Du, was heißt denn eigentlich Opfer?”. Wieder der andere: “Weiß isch auch nich Alter, aber der ist voll das Opfer. Aber weißt du, wieviel zehn mal zehn ist? Nämlich 100.”

Mein Freund, der Koch!

Dienstag, 11. Mai 2010

Es heißt ja, viele Köche verderben den Brei. Im Falle des Roland Koch genügt allerdings schon einer.

Er wollte ja schon Bootcamps einführen, das Kopftuch verbieten und jüngst schlug er vor, auf Mehrausgaben im Bereich der Bildung und der Kinderbetreuung zu verzichten. Schließlich müssen wir sparen. Dass das allerdings gefährlich ist, wird an Roland Koch selbst sehr deutlich. Ein Produkt fehlender frühkindlicher Bildung und des dreigliedrigen Schulsystems. Der Ärmste!

Hebammenprotest – Petition mitzeichnen

Freitag, 07. Mai 2010

Wenn man möchte, dass sich der Bundestag mit etwas beschäftigt, dann muss man entweder ein paar Unschuldige “aus Versehen” weg bombardieren oder aber eine Petition einreichen. Dafür reicht dann aber nicht die Tat eines Einzelnen. Es bedarf mindestens 50.000 Unterschriften, damit sich die Damen und Herren eine Sache überhaupt erst einmal anhören. Im digitalen Zeitalter nutzt man dafür die Website des Bundestages.

Mein erstes Mal war heute. Ich habe die Petition der Hebammen mit unterzeichnet. Alle wichtigen Links dazu gibt es hier.

Hebammen-Protest
Deutscher Hebammenverband
Petition

Wer einmal die Gelegenheit hatte, die Arbeit freiberuflicher Hebammen aus der Nähe kennenzulernen, der dürfte sich fragen, weshalb Menschen sich so etwas überhaupt antun. Da sollte wenigstens die Entlohnung stimmen.

Und wer mal eine braucht, findet hier ein wirklich tolles Team!

Es könnte schlimmer kommen

Donnerstag, 06. Mai 2010

Hächen in der Grube...
Noch weiß niemand genau, weshalb die Wismarsche Straße oberhalb dieser Riesenbaugrube Marienplatzgalerie abgesackt ist. Das Foto zeigt: Nur fünf Zentimeter bisher? Da geht noch was! Am schwierigen Baugrund und dem alten, dort verlaufendem Kanal wird es ganz sicher nicht liegen. Oh, nein!

Tag der Pressefreiheit und das filmkunstfest

Samstag, 01. Mai 2010

Am 3. Mai ist der Tag der Pressefreiheit. Das ist ein wichtiger Tag, denn eigentlich sollte die Presse ja die vierte Gewalt im Staate sein. Oft genug werden die Rechte der Journalisten auch in diesem, unserem Lande beschnitten. An freier Berichterstattung, die ehrlich, offen und kritisch ist, sind nur die wenigsten Verlage und Medienhäuser interessiert. Umso trauriger, wenn Journalisten so sie diese Freiheit hätten, selbige nicht nutzen, um wahrheitsgemäß und gut recherchiert Bericht zu erstatten. Was ich damit meine:

Hasso Hartmann, langjähriger Leiter des filmkunstfestes, wird an diesem in der kommenden Woche nicht teilnehmen. Wegen eines schweren Burn-Out-Syndroms wird er in eine Klinik gehen. So war es am Mittwoch in der Zeitung zu lesen. Im Kommentar der SVZ am vergangenen Mittwoch schreibt Kulturjournalist Holger Kankel dann auch gleich wo die Krankheitsursache liegt, nämlich in dem “schlechten Klima” bei der Filmland M-V gGmbH, die das Festival veranstaltet. Aha. Eine Vermutung, die sich Herr Kankel auch vom Geschäftsführer des Unternehmens, Torsten Jahn, bestätigen lassen wollte. Dieser war jedoch, welch Wunder (!), gegenteiliger Ansicht. Das Angebot sich vor Ort selbst ein Bild vom Klima innerhalb der Filmland zu machen, schlug Holger Kankel (bis jetzt) aus. So schreibt man also heute?! Damit eines klar ist: Hasso Hartmanns Dienste um das Festival sind unumstritten. Die Stilisierung zur Ikone des Festivals und das “an die Wand malen des Unterganges des Abendlandes” mit seinem Weggang werden jedoch der Arbeit der vielen Menschen in der künstlerischen und organisatorischen Abteilung nicht gerecht. Viele sind dort übrigens genauso lange und auch länger beschäftigt wie Hasso Hartmann. Also: Nicht Hasso Hartmann ist das Filmkunstfest, sondern die Summe der Menschen, die dort für den Erfolg arbeiten. Wer nur das Äußere sieht, vergisst, dass, wie man so schön sagt, die inneren Werte wirklich zählen und die sind manchmal auch im Falle von Lichtgestalten sehr dunkel… .

Anmerkung: Bis vor kurzem war ich selbst für die Filmland M-V gGmbH tätig und bin zurzeit in Elternzeit. Hasso Hartmann wünsche ich eine gute Genesung.