Archiv für Januar 2010

Gewagt gefragt: Warum bloß?

Sonntag, 24. Januar 2010

Warum bloß habe ich manchmal das Gefühl in einem furchtbaren Kaff zu leben?

Vorschläge? Danke.

Seuchen und andere Pandemien

Mittwoch, 20. Januar 2010

“Ach Gott (theatralische Geste, Hand mit Rückseite und abgespreiztem Finger an dies Stirn, tiefer Seufzer), ich fühle mich heute so betriebsratsverseucht.” Die Personalchefin lässt sich auf ihren 1.436,85 € (netto) teuren Stuhl Bürostuhl fallen. Die Glasfront hinter ihr wird von einem SklavenLeiharbeiter für die tariflichen 1,95 € pro Stunde geputzt. Schließlich ist der Ingenieur und gilt für diesen Job als ungelernte Fachkraft. Das Gespräch mit dem Betriebsrat gerade eben war wieder einmal anstrengend. “Immer diese ausufernden Forderungen nach Einhaltung der Arebitszeit, Vergütung der Überstunden, Rücknahme von Kündigungen …” Sie schlägt das vor sich liegende Managermagazin 4,80 € (netto) auf: “Betriebsratsseuche? Handeln Sie sofort – Schützen Sie Ihr Unternehmen jetzt!” Die Anzeige interessiert sie. Sie liest weiter: “Raubt auch ihnen diese schon ausgerottet geglaubte Krankheit den verdienten Schlaf? Unterschätzen sie nicht die Gefahren. Helfen sie mit, dass sich die heimtückische Betriebsratsseuche nicht als Pandemie über den gesamten Planeten ausbreitet. Nehmen sie IHRE VERANTWORTUNG war! Spenden Sie jetzt!” Ja, Verantwortung, davon verstand sie etwas. Sie setzte sich an ihren neuesten Apple für 4.321,- € (netto) und tippte die angegebene Infoadresse ein: www.fdp.de

Hartz IV, die Arbeitspflicht und Roland Koch

Montag, 18. Januar 2010

Lieber Herr Koch,

wer auf Staatskosten lebt, der soll auch eine Gegenleistung erbringen. Meinten Sie das so? Gut dann gehen wir die Sache an: Sie sind Ministerpräsident und bekleiden diverse Ämter, für die Sie von Ihrer Partei entschädigt werden. In demokratischen Staaten, so auch unserem, werden diese Kosten durch den Steuerzahler übernommen. Sind Sie bitte so nett und fangen an zu arbeiten? Danke. Zunächst würde mir aus Steuerzahlersicht das Prinzip des “erst denken, dann handeln” bei Ihnen ausreichen. Vielleicht auch “erst denken, dann reden”. Wir wollen die sprichwörtliche Latte mal nicht so hoch hängen. Übrigens, wer nach zehn, zwanzig Jahren Berufstätigkeit Hartz IV bezieht, hat dafür in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt. Also, sich auch einen Anspruch erarbeitet. Das nur mal so am Rande. Dass Sie kräftig daran mitwirken, dass es solche durchgängigen Erwerbsbiografien nicht mehr gibt, weiß ich, aber das ist keine Arbeit. Nur für den Fall, dass Sie das gedacht haben. Wir könnten uns auf folgenden Deal einigen: Sie bieten auch genauso viel Arbeit an, wie es Menschen gibt, die Hartz IV beziehen. Das natürlich ohne der Wirtschaft zu schaden und wettbewerbsverzerrend zu wirken. Alternativ dürften Sie auch folgendes Zeichen setzen: Ohne eine weitere Erhöhung der Bezüge verzichten sämtliche Politiker sowie Amts- und Mandatsträger auf ihre überzogenen, erworbenen Rentenansprüche und sorgen privat für sich vor. Sollte dann der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass einer unter ihnen mal Hartz IV in Anspruch nehmen muss, dann wird das dafür angesparte Kapital samt und sonders aufgebraucht. Basta!

Gott liebt mich!

Mittwoch, 13. Januar 2010

Er hat mich gerade an das Telefon gehen lassen und den Automatismus des Auflegens unterdrückt, als sich die Gegenseite als Marktforschungsinstitut vorstellte. Und dann fragte man mich knapp 10 Minuten über unseren lokalen Fernsehsender aveo tv aus. Am Ende sagte der Mann, ich wäre seit gestern (Beginn der Befragung) die erste, die diesen Sender überhaupt kennen würde. Warum bloß?

Letztes Mal!

Dienstag, 12. Januar 2010

wortlichter2009Sie spielen ihre Stücke auf Zuruf des Publikum. Sprechen, singen und tanzen – von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt sind die Stücke, die dabei entstehen. Nach einem Jahr monatlichen Auftritten im werk3 begibt sich das Schweriner Improvisationstheater nun in eine kreative Schaffenspause. Natürlich nicht ohne sich noch einmal an gleicher Stelle vom Publikum zu verabschieden! Zum vorerst letztem Mal gibt’s am Donnerstag, 20.30 Uhr im werk3 die Wortlichter zu sehen. HINKOMMEN! Danke.

Mehr Netto vom Brutto

Dienstag, 05. Januar 2010

Schönes neues Jahr erst einmal, liebe Leserinnen und liebe Leser. Ich gelobe Besserung und werde mehr schreiben, vorausgesetzt, Sie machen mit und geben mir das Gefühl, dass ich auch gelesen werde. Ja, auch die Bloggerseele will gestreichelt werden… Nun aber ans Eingemachte (Achtung:Steilvorlage!)!

Gut, also mehr Netto vom Brutto, das hat der Guido versprochen und mit dem ersten Januar ist dies auch zutreffend. Zumindest für ihn. Die ersten 100 Tage hat er überstanden, obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass es einige Wetten gab, die gegen ihn standen. Mehr Netto hat er auch seitdem, allerdings auch mehr Brutto. Ganz abgesehen, dass er Pluspunkte sammelt, da bei ihm die Messlatte, ähnlich wie bei schlechteren Schülern im Schulsport, deutlich niedriger zu hängen scheint. Sie hingegen werte Leserinnen und Leser, die Sie vielleicht gerne als Leistungsträger seitens der Politik bezeichnet werden, haben nichts von den kühnen Versprechungen der Partei für die ehemals besser Verdienenden (-…oder der ehemaligen Partei für … ach, egal…) Zum einen besagt der Begriff LEISTUNGSTRÄGER nicht, dass Sie besonders gut sind, es gibt auch keine Bienchen oder sonstige Sammelabzeichen, er besagt lediglich, dass Sie als Steuerzahler die sta(a)ttlichen Leistungen erbringen müssen.
(weiterlesen…)