In was für einer Stadt lebe ich eigentlich?

Klar, auf den ersten Augenblick scheint die Antwort einfach: Schwerin. Schließlich steht es so ja auch in meinem Ausweis. Und was in einem deutschen Ausweis steht, das stimmt auch! Aber ist jemand unter den geneigten Leserinnen und Lesern dieses Blogs schon einmal gegen 10 Uhr am Vormittag in Stadtteilen wie Lankow oder der Weststadt gewesen? Kürzlich war ich um diese Zeit in einer Lankower Apotheke. Da ging es zu wie zu besten DDR-Zeiten. Menschen über Menschen standen Schlange. Das Durchschnittsalter lag weit jenseits der 60. Schwerin vergreist, das dachte ich da und nun habe ich die Bestätigung.
Die Bertelsmann Stiftung stellt unter ihrem Wegweiser Kommune im Netz demographische Daten zur Verfügung. Da erfahre ich auch, dass Schwerin zum Demographietyp 4 zählt – und damit zu schrumpfenden und alternden Städten mit hoher Abwanderung. Bis 2025 zeichnen die Zahlen ein düsteres Szenarium von Menschen, die mindestens eine einseitige Gehhilfe benötigen. Spielplätze baut dann wahrscheinlich niemand mehr. Den Großstadtstatus dürften wir bis dahin auch verloren haben. Ich fange an zu rechnen …. Aber immerhin: Ich gehöre dann fast exakt ins Durchschnittsalter. Also, fröhlich sein und jetzt schon mal auf den Rollator gespart.

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5 Antworten zu “In was für einer Stadt lebe ich eigentlich?”

  1. Putzlowitsch sagt:

    Die SVZ (gedruckte Ausgabe) hat schon auf die zunehmende Veralterung der Schweriner Bevölkerung reagiert und Schirft und Zeilenabstand vergrößert.

    Die Schweriner-Volkszeitung ist so von älteren Menschen viel besser lesbar. Nebenbei spart man damit auch Geld, denn die Zeitung kann nun, bei gleicher Seitengröße und Seitenzahl, mit weniger Text gefüllt werden.

  2. ivalo sagt:

    Passend dazu gibt es auch schon die offizielle Kampagne der Landesministerien: “MV mach’s gut”

  3. emes sagt:

    Na, wenigstens bin ich nicht allein. ;-) Schön, dass ihr da seid und das darf, vor allem mit Blick auf Herrn ivalo, auch noch lange so bleiben. Sie wissen schon weshalb.

    @putzlowitsch
    Da ich aus gut informierten Kreisen weiß, dass Herr ivalo morgen im werk3 zugegen sein wird, wie steht es denn mit Ihnen?

  4. der maschinist sagt:

    @putzlowitsch
    trotz geschätzter 25% weniger Inhalt (und damit Zeilenhonorar) kostet die Zeitung genau soviel wie vorher, oder?

    @emes
    Deine neue Blotapete finde ich (trotz Gradlinigkeit) echt schräg (aber toll)
    Verstehste?

  5. Klaus Troffobisch sagt:

    hmmmmm…….
    ob dat so abweichnd zu der Entwicklung ist? ich weiss ja nich.

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