“Ich war noch nie so ratlos wie gegenwärtig”
Sprach Gert Böttger und wippte währenddessen wahrscheinlich wieder auf die Zehenspitzen. Dann… Kunstpause. “Aber … ” Um uns dann darauf zu erläutern, dass er eben doch die Weisheit mit dem Löffel … und überhaupt…

Ebenso ratlos dürfte übrigens Herr Tenk-OFF sein, der da verschiedene Probleme bezüglich der Marienplatz-Galerie zu haben scheint. Insofern ist dieses Loch im Herzen der Altstadt an Symbolkraft wohl kaum zu bieten.
Nein, ich war am Montag nicht auf der Stadtvertretungssitzung dabei. Allein besitze ich ein gewisses Maß an Vorstellungskraft. Heute stehen die entsprechenden Ergebnisse in der SVZ. Dort wird nun im Tagesverlauf der Kommentarmarathon der “üblichen Verdächtigen” einsetzen. An Dummheit meist kaum zu überbieten.
Doch wollen wir mal sehen was drin stand, in den Sparvorschlägen der, für ihre finanzielle Fachkraft allseits geschätzten, OB. Aha! Einsparung der beschlossenen Sanierungsmaßnahmen für die Schwimmhallen. 150.000 Euro würde das bringen. Ja, steter Tropfen höhlt den Stein und mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Gut zu wissen, dass sie als Stadtvertreterin ja sowieso gegen die Sanierung gestimmt hat. So macht man das nämlich, wenn man eine Dauerkarte für den 7-Seen-Sport das belasso hat. Da spielt es auch keine Rolle, das Letzteres im Gegensatz zu den Schwimmhallen rote Zahlen schreibt und durch die Stadtwerke gegen finanziert wird. So ist das mit der Logik. Nehmen wir einmal an, unsere ach so hilflosen Stadtvertreter hätte geschlossen für eine Absetzung eines gewissen Dezernenten gestimmt. Was glauben Sie, werte LeserInnen, hätte die Stadt dann ungefähr gespart? Jep. Richtig. Und das schon im vergangenen Jahr. Aber – man muss Prioritäten setzen. Wahrscheinlich forderte Gerd Güll von der FDP deshalb die Schließung des Theaters zum 31.12.2009. Soll doch das Land sehen, ob die billiger können. Ich kann Herrn Güll nur danken, solch eine Polemik erleichtert nach Ausschlussprinzip Wählenden enorm die Entscheidung…
Über das kostenlose Mittagessen wollen wir hier auch nicht reden. Ein billiger Wahlköder. Ausgeworfen und gefressen vom dummen Wahlvolk. Und bitte, wen interessieren schon die über 4.000 armen Kinder in Schwerin. Wie wäre es denn mit Einsparung an Ausgaben bei Beraterhonoraren, bei Werbung in kostenlosen Magazinen, die man auch selbst herausgeben könnte, bei Neubenamsung von toten Investitionen wie belasso? Wie wäre es, wenn manch einer erst denken und dann handeln würde, da oben in den Türmen des Stadthauses?
Tags: belasso, FDP, Güll, Gramkow, Linke, Schulden, Schwerin, Schwimmhallen, Sparen, SPD, Theater
24. September 2009 um 05:54
na endlich sagt mal wieder jemand was…! ich hab die kritischen worte in der schweriner weblandschaft auch irgendwie vermisst. die paar seichten kommentare in der svz sind da nicht wirklich ein ersatz. bitte mehr davon…
nebenbei: polemik bekämpft man wahrscheinlich auch am besten mit polemik.
24. September 2009 um 07:42
@felicitas
Oder mit einem Kreuz an anderer Stelle.
24. September 2009 um 08:08
Bei der Aufzählung fehlen noch die 100.000 € für die Choreografie des Historischen Umzuges anlässlich des Stadtjubiläums.
09. Oktober 2009 um 16:59
An das Thema Sieben-Seen-Sportpark (belasso) traut sich irgendwie keiner ran. Dabei geht es hier um Millionen!
Was das Theater betrifft, so sollte man ernsthaft fragen, ob sich die Stadt Schwerin ihren Zuschuss mit jährlich 6,5 Millionen noch leisten kann.
Wäre das Mecklenburgische Staatstheater nicht tatsächlich in der Verantwortung des Landes besser aufgehoben?
Dies wird der neu “gewählte” Aufsichtsratsvorsitzende aber mit aller Macht zu verhindern wissen, da er ja seinen Posten sonst gleich wieder abgeben müsste. Lieber schließen wir noch ein paar Schulen und Jugendclubs bevor wir beim Theater sparen.