Ehe gescheitert

Nein, nicht meine – dazu müsste ich zunächst ja einmal verheiratet sein. Aber eine gewisse Sarah und einen Marc hat es erwischt. Nachdem sie uns gefühlte einhundert Jahre im Fernsehen gezeigt haben, was für ein, ach fuckin’ Gott, normales Paar sie doch sind.

Zeigen Sie sich nun auch in der Trennung, dass sie ganz furchtbar, ach Gott so fuckin’ normal sind. Fein, dann gibt es ja bald eine Sendung: “Our Divorce – Scheidung in vier Wänden”. Weniger trennen können sich jedoch andere. Zum Beispiel der Tiefensee von seinem Posten. Gut mit dem ist er ja auch nicht verheiratet, weswegen die meisten Ministerinnen und Minister in Deutschland ja auch länger im Amt zu bleiben scheinen, als eine durchschnittliche Ehe dauert. Aber es ist schon ein starkes Stück, dass die Bahnvorstände mit Hilfe des Aufsichtsrates die Kohle scheffeln, von der den Reisenden immer gesagt wurde, dass die Preissteigerungen durch die luxuruinösen Lohnforderungen der Lokführer zu Stande kämen. Natürlich nur denen der Lokführergewerkschaft GDL. Die von der Transnet wollten da ja nicht mitmachen, was auch daran gelegen haben könnte, dass ihr Chef der Herr Hansen kurz nach Abschluss der Verhandlungen als Arbeitsdirektor bei der DB AG die Seiten wechselte. Einfach cool, was die bei der Bahn so können. Also bitte, liebe Bahnmanager, verzichten Sie doch bitte freiwillig auf die Milliönchen, ja? Sonst ist der Quoten-Ossi-Minister bald weg und nur noch die Kanzlerin übrig. Die verteilt derweil ja Geld an die deutschen Banken. Also nicht die Deutsche Bank, da müsste sich der Herr Ackermann ja schämen, aber an die Postbank. Auch dort das Bahn-Syndrom. Schnell noch mal die Boni erhöht. Ein doppeltes Jahresgehalt. Bald muss man schließlich darben. Wer sich unter den Finanzrettungsschirm stellt, bekommt nämlich nur noch lumpige fünfhunderttausend im Jahr. Das sind ja nur … mhh … schnell mal nachgetippt … 1.369,86 Euro! Pro Tag!! Ach, Mist, kleiner Haken, die Boni gibt es ja erst, nachdem die Bank saniert wurde. Mit Steuergeldern, versteht sich. Tja, wie meine Oma immer sagte: Kleine Menschen, kleine Sorgen – Große Menschen, große Sorgen.

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